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Überblick

Cenosis

Die Mönche von Vorstovska folgen keiner Gottheit des DnD-Pantheons. Sie betrachten die Götter (wie Lathander, Selûne oder Mystra) als bloße „kosmische Beamte“ oder „mächtige Geister“, die zwar das Gefüge der Welt verwalten, aber selbst Gefangene der Form und des Verlangens sind.

  1. Die Ablehnung des Theismus (Gott vs. Gottheiten)

Für das Praedikatorium ist das, was die Welt „Gott“ nennt, ein Irrtum. Sie unterscheiden zwischen:

  • Den Deitäten: Wesen mit Namen und Domänen, die angebetet werden wollen. Die Mönche sehen in ihnen eitle Kinder und insb. Menschen die zu Gottheiten geworden sind.
  • Dem Ungrund (Das Nichts): Die absolute, formlose Urkraft hinter der Existenz. Es ist kein Wesen, das man anbetet, sondern ein Zustand, in den man verschmilzt um Gottesgleich zu werden.
  1. Der Weg der Vergottung (Theosis)

Das Ziel der Mönche ist nicht der Dienst, sondern die Ontologische Transzendenz. Sie glauben, dass die menschliche (oder elfische) Seele ein Funke des Ungrunds ist, der im Fleisch gefangen ist.

  • Die 600-jährige Abschottung war kein Schutz vor Krieg, sondern ein großangelegtes Experiment zur „Reinigung des Geistes“. Ohne äußere Reize soll die Seele so schwer und glatt werden, dass sie die Realität nicht mehr nur abbildet, sondern formt.
  • Ein Mönch betet nicht um Wunder; er versucht, so eins mit der Urkraft zu werden, dass sein Wille und die Realität identisch werden. (Dies erklärt ihre Arroganz gegenüber Klerikern: „Warum bittest du ein Wesen um Licht, wenn du selbst das Licht sein könntest?“.)
Religiöse Praktiken & Atmosphäre
Das „Stille Gebet“ (Die aktive Apathie)

Wenn man die Mönche in ihren roten Roben sieht, „beten“ sie nicht im klassischen Sinne. Sie praktizieren die „Bildlosigkeit“. Sie versuchen, jeden Gedanken, jedes Gefühl und jede Identität auszulöschen.

  • In-Game Effekt: Sie wirken oft katatonisch oder unheimlich präsent. Wenn sie sprechen, klingt es nicht wie eine Unterhaltung, sondern wie eine Feststellung der Realität.
Die „Schwere“ der Seele

Die Mönche glauben, dass spirituelle Reife die Seele physisch schwer macht. Die Sage von Valerius (dessen Seele zu schwer für den Tod war) ist für die Mönche kein Märchen, sondern ein angestrebtes Ziel.

Die hohen Würdenträger der Abtei (wie vielleicht Ielon oder Varkas) bewegen sich oft mit einer unnatürlichen Langsamkeit oder hinterlassen tiefe Abdrücke, als wögen sie eine Tonne.

Die Spaltung: Theorie vs. Praxis

Das Cognitatorium (Die Akademiker)

Die Mitglieder des Cognitatoriums haben sich bewusst vom Dogma der „Vergottung“ abgewandt. Sie glauben nicht, dass am Ende der Isolation die Einswerdung mit einem Urgrund steht, sondern die totale Beherrschung der Materie durch den Geist. Diese Ambitionen bleiben weitestgehend vor der Außenwelt geheim. Nur erfolgreiche Studierende, welche sich im Hochschulbetrieb verdient gemacht haben, werden in diese Philosophische Elitegruppe aufgenommen.

Das Kloster ist für sie ein paradoxer Ort:

  • Das Praedikatorium und seine starren Riten sind „spiritueller Ballast“. Die religiösen Tabus verhindern effiziente Forschung (z.B. Verbote bestimmter alchemistischer Prozesse oder Nekromantie-Studien aus „ethischen“ Gründen).

  • Nur hier gibt es die Stille und die physische Infrastruktur, um die Cenosis als Werkzeug zu nutzen. Die tiefen Mauern schirmen die „mentale Hintergrundstrahlung“ der Außenwelt ab. Ohne die Abtei wären ihre Experimente zur Bewusstseinserweiterung unmöglich – der Lärm der Welt würde ihre präzisen geistigen Konstrukte zerstören.

Einige der Studierende welche Teil des Cognitatorium wurden haben seit kurzem eine auf die Cenosis kritisch blickende Organisation gebildet, welche sich die "Antiidealistische Gruppe (AG)" nennen. Ihr einziges Ziel ist die Kritik der Praedikatorischen Überreste in ihrer Wissenschaft. Sie treten arrogant, teilweise gewaltvoll, häufig Rhetorisch Genial auf. Ihre aktivitäten bleiben weitestgehend ein Geheimnis. Ein bekannter Spruch, der häufig an die Klosterwände gemalt wird ist z.B. "unter den Talaren der Muff von tausend Jahren" in bezug auf die Gewänder der Professoren und die Jahrhundertelange isolation. Sie werden auch von den dozierenden als Störenfriede gejagt, manche unterstützten Sie heimlich. Ihr wichtigster Philosophischer Bezugspunkt ist der bezug auf die "Dialektik des Geist-Materie Verhältnisses". Ihrer ansicht nach ist die Methode der Isolation und Kontemplation überholt und ein in-sich widersprüchliches Verhältnis zwischen Handeln und Denken. Die aktivitäten müssen bewusst zusammengenommen werden um die angestrebte Macht zu verwirklichen. Versuche dies in die Realität umzusetzen scheiterten bisher, daher sind Sie eine eher fringe Gruppe.

Warum sie das Kloster nutzen

Das Praedikatorium fungiert als die „Hausmeister der Realität“ für die Abtei. Während die Mönche des Praedikatoriums in Trance versinken, sorgt das Cognitatorium dafür, dass das System nicht kollabiert.

  • Ökonomische Alchemie: Sie wandeln minderwertige Metalle oder Abfälle in Ressourcen um, die Morkova benötigt, um den Wohlstand der Abtei (und damit ihre Forschung) zu sichern
  • Magische Instandhaltung: Die Abtei ist alt. Das Cognitatorium nutzt die Cenosis, um magische Siegel und bauliche Strukturen zu stabilisieren, die die Mönche in ihrer Weltvergessenheit längst hätten verfallen lassen.
  • Sie führen die Korrespondenz mit der Außenwelt, weil sie die einzige Fraktion sind, die noch die Sprache der „Unwissenden“ spricht.
  • Durch einen Prozess der Eindämmung, in welcher gigantische Magische Kräfte eingesetzt werden halten Sie die Planäre Realität zusammen.
Das Praedikatorium (Die Roten Roben)
Warum das Praedikatorium das Cognitatorium akzeptiert

Der Grund für die Akzeptanz des Cognitatoriums ist für das Praedikatorium kein theologischer Konsens, sondern eine Art Überlebenspakt. Die Traditionalisten blicken auf das Cognitatorium herab wie ein Burgherr auf seine Kanalisationsarbeiter.

  1. Als „Puffer“ zur Außenwelt

Das Praedikatorium will mit der „Sünde“ der Öffnung nichts zu tun haben. Das Cognitatorium dient als moralischer Blitzableiter. Alles, was an Schmutz, Geldgier und Interaktion mit Morkova nötig ist, wird auf das Cognitatorium abgewälzt. Die Mönche können ihre „Reinheit“ bewahren, weil das Cognitatorium sich für sie die Hände schmutzig macht.

  1. Energetische Parasitose

Die spirituelle Praxis der Mönche erzeugt eine enorme Menge an „mentaler Abwärme“ oder spirituellem Druck (die bereits erwähnte Schwere). Das Cognitatorium hat Techniken entwickelt, um diese Energie „abzuschöpfen“ und für ihre eigenen Zwecke (Heizung der Labore, magische Experimente) zu nutzen.

Ds Cognitatorium stabilisiert so das energetische Feld der Abtei, damit die Mönche nicht versehentlich das Tal in die Astralebene reißen. Im Gegenzug dürfen sie die „Reste“ der Macht behalten.

  1. Biologische Notwendigkeit

Die Mönche des Praedikatoriums neigen durch ihre extreme Askesen zu körperlichem Verfall. Das Cognitatorium praktiziert eine Form der medizinischen Materialistik. Sie halten die Körper der Greise des Praedikatoriums künstlich am Leben (durch Alchemie und mechanische Hilfsmittel), damit das Konklave und die Traditionen fortbestehen können. Ein toter Mönch kann nicht meditieren.

!! Wichtig !! Die informationen in diesem Text sind für die breite Masse Vorstovskas, welche weder in den Bund der Praedikatoren, noch in den Bund der Cognitatoren aufgenommen wurden weitestgehend unbekannt.